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Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

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Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von Oldaspie am Mo 01 Sep 2014, 11:51

Aspies knicken mit der Zeit schon mal gegen die Widerstände, die sie durch ihre Art haben, ein. Mein Psychiater verschrieb mir also gegen 2011 das wohl häufigste und wirksamste Depressionsmittel, Citalopram.
(Erklärung: Depression ist nicht, wenn du dauernd traurig redest. Depression ist, wenn dein Unterbewusstsein sich weigert, dein altes Leben weiterzutragen, als Leistungsträger, Soziales Wesen, usw. usf. Es schickt dich in aller Regel einfach schlafen, oder lässt deine Haut mit Schorf erblühen, oder macht dir vor, dass gewohnte Tätigkeiten wie, einen Brief aufzumachen, viel zu schwierig und sowieso nicht erfolgversprechend sei).

Citalopram gehört zur Gruppe der SSRI ( greift in den tiefsten Gehirnstoffwechsel ein und ändert die Reaktion auf Erfolge. Das Glücksgefühl, Lust-Befriedigung oder wie auch immer man es nennen will, das nach einem Erfolg kommt, wird nur mehr mit Verzögerung abgebaut). Es macht nicht süchtig.
Eigentlich dachte ich, es bewirkt so ziemlich garnichts. Die mir immanente Agression wurde immerhin unterdrückt. Das ist sinnvoll bei Aspies, die nicht oder nur nach langem Lernen in der Lage sind, auf Konflikte zu reagieren.
Agression in dem Sinne, wie ich es verstehe, ist aber auch der Treibstoff zur Lebensbewältigung (Adrenalin, Testosteron...). Wenn sie fehlt - warum morgens aufstehen? Sich anziehen, gar waschen? Freunde einladen? Den Tag verschlafen, bei Hunger mal aufstehen, reicht doch.
Bevor ich das so gesehen hatte, habe ich das Citalopram abgesetzt. Soll man nicht machen, das steht in allen Erfahrungsberichten. Aber es war so kompliziert ... ich hätte ein neues Rezept holen müssen, dazu etwas vorbereiten, anrufen, ob die Arztpraxis nicht in Urlaub ist, fahren ...
Folgten trotz sachgerechten "Ausschleichens" Monate des Schwindels, unmotivierten Schwitzens, Bewusstseinsstörungen, was weiss ich.
Alte Freunde erkennen mein altes Ich (scharfsinnig, agressiv, undiplomatisch...) wieder und sind gar nicht begeistert, neue bisweilen etwas befremdet. Ich komme hervorragend mit mir aus ... und was drei Jahre lang darniedergelegen hat, an Entscheidungen, Arbeiten usw., scheint plötzlich wieder mühelos erreichbar und wird auch angegangen.

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Re: Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von Gast am Mi 03 Sep 2014, 10:40

....


Zuletzt von *Lisbeth* am Sa 06 Sep 2014, 16:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von sharinchen am Mi 03 Sep 2014, 20:40

Mit Venlafaxin fühle ich mich ganz gut,  habe aber mit Erschrecken letzte Tage gelesen,  daß die wenigsten es schaffen, das noch mal im Leben abzusetzen. affraid

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Re: Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von Oldaspie am Fr 05 Sep 2014, 20:11

Whow, Lisbeth, die alle auszuprobieren ist höchste wissenschaftliche Opferbereitschaft ;-P .
"bei abilify hab ich mich dann verweigert (spontaner unerklärlicher tod als gängige nebenwirkung? so suizidal war noch nicht mal ich zur höchstzeit)"
Das gibt's bei Citalopram auch - soll einen Kennwert für's Herz verändern, mein Psycho hat mir schon ein Rezept für's EKG in die Hand gedrückt gehabt.

Ansonsten, nach Baldrianpräparaten, dem leckeren (ernstgemeint) Norma-Exportbier in der Plastikflasche oder dem Aldi-Süd-Spätburgunder zu 2,79 Euro schläft man auch ganz gut ein ;-) .

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Re: Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von Gast am Sa 06 Sep 2014, 00:36

...

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Johanniskraut

Beitrag von Oldaspie am Sa 04 Okt 2014, 19:58

Für die Selbstbehandlung gibt es natürlich den Geheimtipp "Johanniskraut". Es wird wohlfeil in Drogeriemärkten angeboten und laut irgend einer Erwähnung im Internet sollen auch bei ihm SSRI (ein Wirkungsmechanismus, der Glücks-Spitzen im Hirnstoffwechsel konserviert) eine Rolle spielen.

Nun, Internetmeldungen zu Produkten sind heutzutage oft raffiniert gefaked, man melde sich mal als Autor bei Textbroker.de und ähnlichen Portalen an und überzeuge sich, wie man mit einer dummen Aneinanderreihung von Suchworten und Gemeinplätzen (die man dann in irgend einem "Test" ergooglen kann) in 20 Minuten vier oder fünf Euro verdienen kann.

Aber wie bei allen Medikamenten gilt: kann ich wissen, ob sie wirken? "Vielleicht ginge es mir ja viiiel schlechter, hätte ich die Pillen nicht vorsichtshalber genommen". Wer die Nase voll hat von starkwirkenden Antidepressiva und über Johanniskraut nachdenkt, sollte wissen:

- wirksame Menge: übereinstimmend wird von 900 Milligramm Johannis-Extrakt als Tagesdosis gesprochen.
- Drogeriemärkte: Da sind die Preise niedrig, aber was drin ist, hat mit einer wirksamen Menge nichts zu tun.
- Tricksereien:

1. Aussen auf einer Packung z.B. Tetesept mit 100 Kapseln steht ein großer roter Aufkleber: "1000mg". Whow, sogar mehr als eine Tagesdosis, und das für 10,01 Euro (DocMorris) statt 60 Euro für 100 Stück bei einem Mittel aus der Apotheke (Laif 900)!
Guckt man genau hin, so steht in der zweiten Zeile: "Johanniskraut/Tag". Das ist nicht die Wirkstoffmenge in einer Kapsel, sondern eine aussagefreie Zahl! Kein Missverständnis, es steht einfach so da, nur um den Käufer reinzulegen. Tetesept schreibt an anderer Stelle drauf, dass eine Kapsel 500mg enthält.

2. Naschön, dann nehmen wir eben zwei Kapseln von Tetesept pro Tag. Zwanzig Teuros für eine Packung mal zwei, um mit den 100 Stück Inhalt gleichzuziehen mit einer einzigen Hunderterpackung aus der Apotheke, ist immer noch billiger (20 statt 60 Euro)...?
Wieder reingefallen. Die 900 Milligramm Tagesdosis beziehen sich nämlich auf "Trockenextrakt aus Johanniskraut (3,5 – 6,0 : 1), Auszugsmittel: Ethanol 60 % (m/m)" (aus einem Beipackzettel eines seriösen Mittels). Bei z.B. tetesept steht im Beipackzettel: "1 Hartkapsel enthält: Johanniskraut-Pulver 500,0 mg". Was ist das wohl, Johanniskraut-Pulver? Das, was es besagt ... ein halbes Gramm zerriebene getrocknete Johanniskrautblätter! Der genormte Extrakt in den apothekenpflichtigen Angeboten ist um fünfmal so konzentriert ... d.h. in einer Kapsel aus dem Drogeriemarkt ist eine Wirkstoffmenge drin (wenn überhaupt), die ca. 100 Milligramm aus dem Mittel aus der Apotheke enthält. Kein Wunder, dass das Zeug bei mir völlig nebenwirkungsfrei ist ... völlig wirkungsfrei, genau gesagt.
Wenn wir so viel Wirkstoff kaufen wollen, wie in einer Hunderterpackung Laif 900 drin ist, müssen wir neun Packungen z.B. Tetesept a 10,01 Euro nehmen, macht 90 statt 60 Euro. Und für eine Tagesdosis wären dann neun Kapseln herunterzuwürgen.

3. Jetzt kommt natürlich noch das Thema "Apothekerpreise" in's Spiel. Herstellerpreis von Laif 900 im Hunderterpack: 60 Euro, Versandpreis: 45 Euro (http://www.apodiscounter.de/laif-900-balance-p-387314.html?gclid=CPSdr9nxlMECFYXJtAodU1QAug&gclsrc=aw.ds).
Anmerkung: Laif900 wird hier nur als Beispiel genannt. Es gibt viele andere. "Johanniskraut AL" hat für 18,95 Euro bei Amazon.de pro Hunderterpackung eine Wirkstoffmenge von 425 Milligramm pro Kapsel (also weniger als die Hälfte, verglichen mit Laif 900).

Linktipp: ausführlicher und neutraler Artikel: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/johanniskraut.html

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Re: Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von einhorn1963 am So 05 Okt 2014, 09:06

Wow mit so was habe ich mich noch gar nicht so intensiv beschäftigt.

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Re: Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von sharinchen am Mi 08 Okt 2014, 23:21

Cool, danke oldaspie. Das wußte ich nicht.

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Re: Erfahrungen mit Depri-Medikamenten (als Sammelthread gedacht)

Beitrag von Oldaspie am Do 09 Okt 2014, 08:04

Wenn die richtige (teure) Sorte dann auch einen Nutzen zeigt ... die teuflische Erklärung ist ja, dass das Zeugs nur nach ein paar Wochen Einnahme wirkt ... und nur bei leichten Depressionen ...

Ich wette, die Kohle, die den Herstellern und Apotheke zufließt, ist bei denen wirksam gegen Depressionen tongue

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