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Wie konnte bloß der NT überleben?

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Wie konnte bloß der NT überleben?

Beitrag von Oldaspie am Fr 24 Okt 2014, 21:21

Ok, es ist amtlich, daß das Asperger-Syndrom eine Behinderung ist, und bis vor wenigen Jahren wurde es automatisch mit einem Behinderungsgrad von achtzig Prozent eingestuft.
Heute ist man bei immer zunehmender Zahl von Diagnosen vorsichtiger geworden und geht von einem "Spektrum" aus. Die Kriterien für einen Schwerbehindertenausweis sind nach den Folgen des Asperger-Syndroms auf die "Teilhabe am sozialen Leben"  gestaffelt.
Die Personengruppe, die Hans Asperger zu seinen Veröffentlichungen veranlasste, würde man heute als am extremen Rand des Spektrums einstufen, eine Gruppe Schüler, die als unerziehbar und unerreichbar galten. Je mehr "Aspies" man aber in der modernen Gesellschaft entdeckt, um so mehr wird klar, daß "Aspies" funktionieren können und bisweilen stellen sie sich als hochbegabt heraus.

Was haben NTs den Aspies voraus, daß sie trotz oft geringerer Intelligenz, haarsträubendem Aberglauben (Ebola soll wechselweise durch böse Geister verbreitet oder von Weißen frei erfunden worden sein) und tödlichem Fanatismus (die jeweils anderen der an Jahwe, Gott, Allah, die religiöse Kompetenz entweder der Ideen Mohammeds oder nur bestimmter Sippen seiner Nachfolger, Alawiten, Sunniten, Schiiten, ... sollen gleich ausgerottet werden - das ist ein aktuelles Beispiel, unsere christlich-milde Religion hat dagegen noch vor wenigen hundert Jahren die von der Gruppe abweichenden Individuen zu hunderttausenden verbrannt wie Briketts) überleben?

Klar, was hat z.B. ein Wolfsrudel einem einzelnen harmlosen Wauwau in der Wildnis voraus? Das Erfolgsrezept des NT ist der soziale Zusammenhalt, die Verständigung in der Jagdgruppe und die Organisation arbeitsteiliger Einheiten. Wichtig ist hierbei, daß sich die Gruppen von anderen, "fremden" abgrenzen, sodass diejenige die größten Chancen hat, sich fortzusetzen, die die Früchte ihrer Arbeit, aber auch die in Besitz genommenen Ressourcen alleine für sich ausnutzt.

Die größten Dummköpfe können überleben, wenn es nur eine genügende Anzahl von ihnen gibt und wenn sie zusammenarbeiten, bevorzugt in einem Kastensystem, das die weniger agressiven unterdrückt und den rührigsten unter ihnen die Führungsprivilegien garantiert (Knecht und Bauer, Unfreier und Ritter, bis hin zum von Gott persönlich eingesetzten Kaiser).

Der Mechanismen, von denen die soziale Rangordnung schon ein wichtiger ist, sind viele. Die Abgrenzung der Einheiten geschieht durch die Sprach-Entwicklung - es geschieht nicht nur eine Weg-Entwicklung der inneren Sprache neuer bzw. abgespaltener Einheiten von der vorigen Sprache, sondern Sprache hat auch einen ausgesprochen emotionalen Einfluß. In meiner Umgebung sind die Menschen: Ortsbewohner, Einwohner eines Bundeslandes, Deutsche, Angehörige der Eurasischen Rasse. Dennoch, je weiter in die lokalen Vereine und Medien ich gehe, desto mehr wird der "Wäller" (Westerwälder jenseits der ungefähr durch die jahrhundertealte Sprachgrenze zwischen den früheren erzbischöflichen Einflußgebieten) glorifiziert, und nicht nur das, der bzw. das "Fremde" mit Besorgnis und Misstrauen betrachtet. "Hui,Wäller" mit den künstlich hochgehaltenen Dialekten ("allemol") ist ein Erkennungszeichen, in das sich der Fremde nur schwer hineinfindet.

Wer als Aspie diese Abgrenzung und Verständigung nicht von Kindheit an versteht oder wenigstens einübt, ist um so mehr außerhalb aller Netzwerke gestellt, je "autistischer" er sich verhält. Die Jobs, Wohnungen, Hilfsangebote, Sexualpartner werden innerhalb der anerkannten "Gruppe", Seilschaft, verteilt.

Ob der NT weiterhin das erfolgreichste Lebewesen auf der Erde bleiben wird (natürlich nach den Ameisen, Kakerlaken, Bakterien usw. usf.)? Ich bezweifle es, und Malthus hat es auch schon angezweifelt - schon mit der blödsinnigen Idee der Nationalstaaten, wahnsinniger Auswuchs des Abgrenzungsprinzips, sind Vernichtungsmechanismen, Waffen und die Ausplünderung der Umwelt notwendig geworden, die die Lebensweise des Menschen, einschließlich seiner eingebetteten "Aspies" (= vermutlich historisch die Schamanen, die zerstreuten Professoren, die Tüftler und Erfinder) "menschenunwürdig" machen. Schon im Frieden zeigt sich: statt ein paar hunderttausend frei lebender Jäger und Sammler in unermesslichen Wäldern, oder statt arbeitsteiliger, aber insgesamt autarker Gemeinwesen, die von Ackerbau und Viehzucht gut leben, sind wir gezwungen, in Städten und Wohnsiedlungen zusammenzuleben, nur durch immer mehr Umweltverbrauch die Lebensbedürfnisse einer ständig anwachsenden Milliardenzahl befriedigend.

Oldaspie

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Re: Wie konnte bloß der NT überleben?

Beitrag von einhorn1963 am Mo 27 Okt 2014, 11:02

Dem kann man nicht wieder sprechen, aber wie immer gibt es das aber, denn es sind nicht alle so, sag ich jetzt mal obwohl ich echt manchmal selbst dran zweifel .

einhorn1963

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Re: Wie konnte bloß der NT überleben?

Beitrag von CriCri am Mo 27 Okt 2014, 23:16

Tja, in dem Text ist alles gesagt ... ich kann nur zustimmen.

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